Donnerstag, 23.02.2017

Ministerpräsidentin Kraft besucht Nordkirchener Regionale-Projekt

"Wir müssen noch viel tun", stellte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft jetzt bei ihrem Besuch in der Kinderheilstätte Nordkirchen klar. Vom dortigen Projekt "Nordkirchen – auf dem Weg zur inklusiven Gemeinde" zeigte sie sich beeindruckt. Auf Einladung von Bürgermeister Dietmar Bergmann verschaffte sich die Ministerpräsidentin bei ihrem Besuch in Nordkirchen einen Eindruck von gelebter Inklusion. Die Ministerpräsidentin schaute sich in einer der Jugendwohngruppen um, sprach in der Intensivgruppe mit einem der Maximilian-Kolbe-Schüler und in der Integrationsküche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Klicken um Bild zu vergrößern

"Inklusion funktioniert dann am besten, wenn Behinderte und Nichtbehinderte gleichberechtigt auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Hier in Nordkirchen wird dieses Konzept gelebt. Besonders in der Integrationsküche lässt sich das sehen, fühlen und schmecken. Solche positiven Beispiele machen Mut für die Integration und Inklusion von behinderten und nichtbehinderten Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen. Wir sind auf dem richtigen Weg und wir gehen diesen Weg Schritt für Schritt weiter", sagte Kraft am Ende ihres Besuches.

Bürgermeister Bergmann zeigte sich erfreut über den Besuch aus Düsseldorf: "Dass unser Projekt nicht nur im Rahmen der Regionale 2016, sondern auch bei der Landesregierung Anerkennung findet, freut mich besonders. Den Besuch von Frau Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sehe ich als große Bestätigung für unsere Bemühungen. Wichtiger als jede Auszeichnung jedoch sind die Menschen, die wir mit unserem Projekt ein Stück weit dabei unterstützen können, besser am Leben in unserer Gesellschaft teilzunehmen."

"In Nordkirchen sind Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung Alltag", betont auch Andreas Wachtel, Leiter der Kinderheilstätte. „Hier gibt es keine Zäune, keine Schlagbäume. Wir sind integraler Bestandteil."

Zur offiziellen Überreichung der höchsten Auszeichnung der Regionale 2016, dem A-Stempel, überreichte Geschäftsführerin Uta Schneider den Projektpartnern Gemeinde, Kinderheilstätte und Caritasverband ein von der Regionale 2016 Agentur selbst kreiertes Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel, bei dem die Ähnlichkeit der Holzpüppchen mit den Akteuren vor Ort vollkommen beabsichtigt sei.

Hintergrund zum Inklusionsprojekt
Seit 2012 beschäftigen sich Politik und Verwaltung der Gemeinde Nordkirchen, aber auch Schulen und Wirtschaft mit dem Thema Inklusion. Gemeinsam mit den Projektpartnern Kinderheilstätte, Caritasverband und Gemeinde sind bereits viele Ideen erarbeitet und umgesetzt worden.

Seit Mai 2016 z.B. bereiten in der Integrationsküche der Kinderheilstätte 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon zehn mit Behinderung, täglich rund 1.000 Essen zu. Zukunftsgerichtet plant die Gemeinde Nordkirchen unter anderem den Bau eines zweigruppigen Kindergartens einschließlich eines multifunktional und inklusiv nutzbaren Begegnungs- und Bildungszentrums MiNo (Miteinander in Nordkirchen) an der Mauritiusschule.

Im Herbst 2016 wurde das Projekt "Nordkirchen – auf dem Weg zur inklusiven Gemeinde" vom Lenkungsausschuss der Regionale 2016 in den "A-Status" als Regionale-Projekt gehoben. Die offizielle Übergabe fand nun im Rahmen des Besuchs der Ministerpräsidentin statt.

(Gemeinde Nordkirchen)