Dienstag, 20.12.2016

kult steht vor der Tür: Zwischenpräsentation in Vreden

Im Januar 2015 ist der erste Spatenstich gesetzt worden: Am Standort des früheren Hamaland-Museums entsteht das gemeinsame Regionale 2016-Projekt „kult – Kultur und lebendige Tradition Westmünsterland“ von Kreis Borken und Stadt Vreden. Nach fast zwei Jahren Bauzeit sind die Arbeiten am neuen „kult“ in Vreden inzwischen weit fortgeschritten – sowohl baulich als auch inhaltlich. Bei einer Zwischen-Präsentation unter dem Titel „kult steht vor der Tür“ konnten sich jetzt Projekt-Beteiligte und Politiker ein erstes Bild vom neuen kulturellen Zentrum machen.

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Kreisdirektor Dr. Hörster (2. v. re.) führt kurze Interviews mit (v. re.) Isabella Leber, Corinna Endlich und Joachim Hartmann.

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Die Außenansicht des neuen "kult"

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Viele Beteiligte und Politiker kamen zur Zwischenpräsentation ins "kult". (Fotos: Kreis Borken)

Landrat Dr. Zwicker begrüßte die rund 120 Gäste im neugestalteten Foyer. Er freute sich über die sichtbaren Fortschritte: „Nicht mehr lange, und das kult geht an den Start, um als bedeutender kultureller Knotenpunkt hier in der Region und darüber hinaus zu wirken“, sagte Dr. Zwicker. Er dankte allen, die an der Entwicklung des Konzeptes, am Entstehungsprozess und nun auch an der Realisierung des „kult“ beteiligt waren und sind: den Entscheidungsträgern in der Politik, den Planern, den handwerklichen Betrieben sowie den Verwaltungsmitarbeitern von Kreis und Stadt Vreden und dem Team der "Regionale 2016"-Agentur. Vredens Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch hob die Bedeutung des „kult“ für das städtebauliche Gesamtkonzept der Stadt hervor. Er würde sich freuen, wenn Vreden demnächst als „die kult-Stadt“ bekannt sei, sagte er mit einem Augenzwinkern. Regionale-Geschäftsführerin Uta Schneider berichtete über die Begleitung des Projekts seitens der Regionale-Agentur und lobte die gute Zusammenarbeit der Partner Stadt und Kreis.

In kurzweiligen Interviews brachte Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster den Zuhörerinnen und Zuhörern die verschiedenen Aspekte des „kult“ nahe: Im Gespräch mit Architektin Isabella Leber, Joachim Hartmann (Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen der Stadt Vreden) und „kult“-Leiterin Corinna Endlich griff er die architektonischen, städtebaulichen und inhaltlichen Überlegungen rund um das Kulturzentrum auf.

Von den weit fortgeschrittenen Arbeiten am „kult“ konnten sich die Gäste anschließend selbst überzeugen. In allen drei Etagen informierten Planer und Verantwortliche nicht nur über die baulichen Ideen und Umsetzungen, sondern auch über die künftige Nutzung, die inhaltlichen Konzepte und die verschiedenen Bereiche, die dort im kommenden Jahr einziehen werden.

Das „kult“ – Kultur und lebendige Tradition Westmünsterland ist ein gemeinsames Regionale-Projekt des Kreises Borken und der Stadt Vreden, das das ehemalige Hamaland-Museum Vreden, das dortige Landeskundliche Institut Westmünsterland sowie die historischen Teile des Kreisarchivs Borken und des Stadtarchivs Vreden unter einem Dach zusammenführt. Hinzu kommt die Allgemeine Kulturarbeit des Kreises, inklusive Geschäftsstelle der Kreisheimatpflege. So entsteht eine kulturelle Bildungseinrichtung, die weit mehr bietet als die Summe ihrer ursprünglichen Bestandteile: ein kultureller Knotenpunkt mit Ankerfunktion zur nachhaltigen Sicherung der regionalen Kultureinrichtungen, der das kulturelle Gesamtprofil der Region stärkt, die Heimatverbundenheit und damit die regionale Identität fördert und das gesellschaftliche Engagement unterstützt. Im Dezember 2013 haben der Kreistag Borken sowie der Stadtrat Vreden den Bau- und Umsetzungsbeschluss für das rund 13,57 Mio. Euro große Investitionsprojekt getroffen. Das Land NRW bezuschusst das kult mit einer Städtebauförderung von rund 6,8 Mio. Euro. Der LWL fördert das Vorhaben mit rund 900.000 Euro.

Kreis Borken, Stadt Vreden und Regionale 2016 Agentur haben ein Konzept zur Präsentation und Eröffnung des kult einschließlich der Kulturachse entwickelt.  Demnach ist vorgesehen, das Gebäude und dessen Nutzungen in insgesamt drei Etappen zu präsentieren:

  • Ein erster Schritt war die Zwischenpräsentation (16.12.2016): Politik und beteiligten Akteuren sollte ein Einblick unter dem Motto „kult – steht vor der Tür“ gegeben werden. Im Mittelpunkt standen dabei der aktuelle Baustand im Neubauabschnitt des kult sowie die Kulturachse. 
  • Die offizielle Eröffnungsfeier des kult soll im Frühjahr 2017 stattfinden. Anlass ist dann die Inbetriebnahme des Neubaubereichs. Dieser soll fortan für Publikum geöffnet sein.
  • In einem dritten Schritt sollen die übrigen Fachbereiche des kult (Kulturmanagement, Forschen/Lernen, Archiv/Dokumentation) zeitgleich mit dem Abschluss der Regionale im Juni 2017 vorgestellt und eröffnet werden. Angedacht ist ein „Tag der offenen Tür“ an einem der Juniwochenenden.