Freitag, 18.11.2016

Otto Pankok Museum: Landeszuschuss bedeutet Durchbruch

Der Vorstand der Otto Pankok Stiftung hatte in dieser Woche Grund zum Feiern. Norbert Meesters, SPD-Landtagsabgeordneter des Kreises Wesel, brachte eine besondere Nachricht aus Düsseldorf mit: Ab 2017 erhält das Otto Pankok Museum einen Zuschuss für die jährlichen Betriebskosten in Höhe von 70.000 Euro. So steht es im Haushaltsentwurf der Regierungskoalition. Darüber hinaus sind auch 900.000 Euro für die Ertüchtigung und Erweiterung der Museumsscheune eingestellt. Zudem erfolgte in dieser Woche der Spatenstich für die Sanierung von Haus Esselt, des denkmalgeschützten Wohnhauses Otto Pankoks.

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v.l.: Katrin Reuscher (Projektkoordinatorin), Norbert Meesters (SPD-Landtagsabgeordneter), Wolfgang Matenaers (Otto Pankok Stiftung), Annette Burger (Leiterin des Otto Pankok Museums) (Foto: Otto Pankok Stiftung)

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In dieser Woche erfolgte der Spatenstich für die Sanierung des denkmalgeschützten Haus Esselt. (Foto: André Dünnebacke / Regionale 2016 Agentur)

„Bereits 2010 – zu Beginn des Regionale 2016-Prozesses – stand fest, dass die Frage des laufenden Unterhalts die entscheidende sein wird“, so Meesters. „Nun haben wir es geschafft. Damit ist der Weg auch frei für die erforderlichen Investitionszuschüsse“. „Für uns ist das heute der Durchbruch“, sagt Stiftungsvorstand Wolfgang Matenaers. „Die Arbeit und der Einsatz haben sich gelohnt“. Grundlage der jetzt zu Stande gekommenen Unterstützung ist ein Betriebs- und Trägerschaftskonzept, das aufzeigt, wie der Betrieb langfristig funktionieren kann. Neben einer Kombination von Haupt- und Ehrenamt sieht es auch vor, Einnahmeposten zu schaffen. „Durch die nun mögliche Erweiterung der Museumsscheune, können wir einen Cafeteria- und Shopbereich einrichten. Auch die Vermietung von Räumen zum kreativen Arbeiten wird durch die neue Ausstellungskonzeption möglich“, erklärt Katrin Reuscher, die das Regionale 2016-Projekt für die Stiftung koordiniert. Der Zuschuss des Landes erlaubt nun, dieses Konzept Schritt für Schritt umzusetzen.

Das Otto-Pankok-Museum soll im Zuge der Regionale 2016 baulich und inhaltlich neu aufgestellt werden. Das große ehrenamtliche Engagement vor Ort wird durch ein nachhaltiges Trägerschafts- und Betriebskonzept unterstützt. Geplant ist, das Museum stärker als außerschulischen Lernort zu etablieren, stärker an die touristischen Routen anzubinden und ein neuartiges Ausstellungs- und Museumskonzept zu entwickeln.

„Dies ist das größte Weihnachtsgeschenk, das wir uns vorstellen können“, brachte es Annette Burger, Leiterin des Otto Pankok Museums und ebenfalls Vorstandsmitglied der Stiftung, auf den Punkt. Die Stiftung hat damit nun ein Stück Sicherheit. Bei allen anstehenden Veränderungen bleibe es wesentlich, das Werk der Familie Pankok mit seinen Botschaften und seiner Aussagekraft in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen. „Wir wollen in jedem Fall den Geist und die Seele des Werkes und des Ortes bewahren“, so Annette Burger.

Der nächste konkrete Schritt wird jetzt ein Treffen mit dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport sein. Die Planungen für die baulichen Maßnahmen an der Museumsscheune liegen vor. „Unsere Aufgabe wird es nun sein, die letzten noch fehlenden Kofinanzierungslücken zu schließen “, sagte Wolfgang Matenaers.

Auch in der Regionale 2016 Agentur sorgte die Nachricht aus Düsseldorf für große Freude. „In den vergangenen Jahren haben sich sehr viele Menschen dafür eingesetzt, dass das Otto Pankok Museum auch in Zukunft dieser besondere Kulturort bleiben kann. Dieses große Engagement ist jetzt belohnt worden“, sagt Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur.

Das Regionale 2016-Projekt Pankok Museum Haus Esselt

Grundlagen