Quartiersanpassung Wulfen-Barkenberg

Der Dorstener Stadtteil Wulfen-Barkenberg liegt rund neun Kilometer nördlich der Innenstadt. Er wurde ab 1958 als „Neue Stadt Wulfen“ für 50.000 bis 60.000 Einwohner konzipiert. Durch die Bergbaukrise und den ausbleibenden Zuzug wurden die Planungen jedoch nie in Gänze umgesetzt. Bis 1994 wuchs Barkenberg auf knapp 13.000 Anwohner an, seitdem schrumpft die Einwohnerzahl wieder. Teile des großflächigen Geschosswohnungsbaus im Kernbereich der Siedlung wurden in den vergangenen Jahren im Rahmen des Programms „Stadtumbau West“ abgebrochen bzw. auf vier Vollgeschosse zurückgebaut. Zudem wurden Wohnungen modernisiert.

Neben diesen Wohnbereichen gibt es in Wulfen-Barkenberg überwiegend aber Quartiere mit Ein- und Zweifamilien- sowie Reihenhäusern. Gemeinsam mit den Immobilieneigentümern und Bewohnern beabsichtigt die Stadt Dorsten, u.a. mit dem Regionale 2016-Projekt diese Wohngebiete fit für die Zukunft zu machen.

Steigende Energiekosten aufgrund von Nachtstrom- Versorgung, mangelnde Barrierefreiheit und in die Jahre gekommene öffentliche Flächen tragen zum zunehmenden Image- und Wertverlust der Immobilien in Wulfen-Barkenberg bei. Das Regionale 2016-Projekt setzt genau hier an. Im Fokus stehen konkrete Fragen: Wie können Barrierefreiheit und Wärmeversorgung verbessert werden? Welche ergänzenden Wohnangebote sind notwendig? Bei den Planungen war der Stadt Dorsten dabei wichtig, dass die besonderen städtebaulichen Qualitäten der verschiedenen Wohnquartiere gesichert und weiterentwickelt werden.

Anknüpfend an die Ideen, die junge Architekten im EUROPAN-Wettbewerb für Barkenberg entwickelten, fand im Juni 2015 unter dem Titel „HausAufgaben“ eine geförderte zehntägige Werkstatt statt: Hauseigentümer, Bewohner und Interessierte kamen mit Planungs-, Gestaltungsund Finanzspezialisten sowie Studierenden ins Gespräch und diskutierten neue (Wohn-) Ideen für Barkenberg. Als Umsetzungsschritt ist u.a. beabsichtigt, im Zuge des „InnovationCity Rollout“ in Barkenberg eine energetische Optimierung der Wohnquartiere zu erreichen. Ergänzend hierzu wird seit 2016 ein neues Grünkonzept entwickelt.

Projektträger

Stadt Dorsten

Ansprechpartner

Stadt Dorsten
Holger Lohse
holger.lohse(at)dorsten.de