KRAFTWERK KünstlerDORF Schöppingen

Mit dem Projekt KRAFTWERK KünstlerDORF Schöppingen werden Energietechnik, Kunst und nachhaltiges Denken zusammengeführt und die Energiewende mit den Mitteln der Kunst vorangebracht. Zentraler Ort und Impulsgeber für innovative regionale Entwicklungen ist das Künstler- DORF Schöppingen, das zu einem „Kraftwerk“ für die Region wird: Innovative und nachhaltige Techniken der Energiegewinnung verbinden sich mit ästhetisch-künstlerischen Fragestellungen und erzeugen Zukunftsmodelle und Perspektiven.

Das Künstlerdorf Schöppingen ist eine internationale Stipendiatenstätte für Künstler, u.a. aus den Richtungen Literatur, Komposition und Bildende Kunst. Diese schöpferische Energie wird im Zuge der Regionale 2016 in ein Thema gesteckt, das höchst aktuell ist: Landschaftsbilder, Raum, Siedlungen und Architektur werden durch die neue Infrastruktur der Energie unübersehbar geprägt. Um diese Entwicklungen im westlichen Münsterland aktiv gestalten zu können, werden im Künstlerdorf Ideen entwickelt, die vor Ort und in der Region umgesetzt werden – unter anderem als sogenannte „Kraftstationen“: Künstlerische Installationen veranschaulichen das Thema „Energie und Kunst“ und machen das Gesamtprojekt erfahrbar.

Klicken um Bild zu vergrößern
Das Künstlerdorf ist in zwei ehemaligenGutshöfen im Zentrum von Schöppingen beheimatet. (Foto: Christoph Steinweg/LWL-Medienzentrum für Westfalen)
Klicken um Bild zu vergrößern
Kultur als Kraftquelle: So soll die Kulturhalle auf dem Gelände des Künstlerdorfes aussehen. (Grafik: Bock Neuhaus und Partner Architekten)
Klicken um Bild zu vergrößern
Schüler und Lehrer des Pictorius Berufskollegs Coesfeld haben die „Windkraftkunst im Kornfeld“ entwickelt. (Foto: André Siemes, Regionale 2016 Agentur)

Als zentraler Projektbaustein wird auf dem Künstlerdorf-Gelände ein altes Fabrikgebäude zu einer neuen Kulturhalle umgebaut, die weiteres kreatives Arbeiten ermöglicht. Die Halle wird flexibel nutzbar sein und unter anderem Raum für eine Dauerausstellung zum Thema Energie und Kunst bieten. Im Juli 2017 wurde mit den Baumaßnahmen begonnen. Die Halle wird mit regenerativer Energie aus einer Hackschnitzel-Heizung betrieben. Diese neue Anlage wird auch das Rathaus der Gemeinde künftig mit Energie versorgen. Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes ist das Gebäude aus den 1970er Jahren in das Projekt einbezogen. Es wird nicht nur energetisch, sondern auch baulich ertüchtigt, so dass eine enge inhaltliche und bauliche Verbindung zur Arbeit im Künstlerdorf entsteht. Als weiterer Projektbaustein wird das Künstlerdorf-Areal neu gestaltet und besser an die Ortsmitte angebunden.

Durch das Engagement Dritter entstehen in der Region zudem Energieanlagen, die künstlerischästhetische Fragen einbeziehen: sogenannte „Kraftfelder“. Ein erstes Kraftfeld ist unter dem Titel „Windkraftkunst im Kornfeld“ durch das Pictorius-Berufskolleg in Coesfeld entstanden: auf dem Gelände des Hofes Thesing wurden im Juni 2016 Kleinstwindräder ausgestellt, die in einem regionalen Schulwettbewerb entstanden sind. Das Windkraft-Projekt des Pictorius-Berufskollegs wurde bereits mit dem Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung 2016 sowie mit dem 1. Preis beim Wettbewerb „Schulen machen Wind“ der Energieagentur NRW ausgezeichnet.

Projektträger

Stiftung Künstlerdorf Schöppingen

Gemeinde Schöppingen

Ansprechpartner

Stiftung Künstlerdorf
Dr. Josef Spiegel
info@stiftung-
kuenstlerdorf.de

Gemeinde Schöppingen
Rainer Hachmann
rainer.hachmann@
schoeppingen.de

Klicken um Bild zu vergrößern
Ausstellung "Windkraftkunst im Kornfeld". (Foto: André Siemes, Regionale 2016 Agentur)
Klicken um Bild zu vergrößern
Juli 2017: Erster Spatenstich für die neue Kulturhalle (Foto: André Siemes, Regionale 2016 Agentur)