Faszination LANDleben

Die Landwirtschaft ist im Münsterland ein wichtiger Wirtschaftszweig, sie prägt zudem entscheidend das Landschaftsbild. Das Projekt „Faszination LANDLeben“ möchte dazu anregen, neue Ideen und innovative Prozesse zu entwickeln und zu erproben. Es setzt auf einen konstruktiven Dialog und eine Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen und Akteure. Wie dies erfolgreich gelingen kann, haben drei interdisziplinäre Studierenden-Workshops zu ausgewählten Zukunftsthemen der Landwirtschaft gezeigt, an denen Studierende vieler verschiedener Disziplinen teilgenommen haben. Das gemeinsame Arbeiten hat die Teilnehmer für künftige Herausforderungen sensibilisiert, neue Ideen und Ansätze zu Tage gefördert und den Respekt und Dialog gesteigert.

Viele Landwirte setzen sich aktiv mit Themen wie Energieproduktion, Tierschutz, Tierhaltung, Ressourcenschonung, Biodiversität und Wasserschutz auseinander. Da Diskussionen über diese Themen dennoch häufig kontrovers und emotional geführt werden, wurden im Zuge des Regionale 2016-Projekts neue Wege für Zusammenarbeit und innovatives Denken gefunden.

Der interdisziplinäre Workshop „Zukunftsstall“ ging der Frage nach, wie ein markt-, landschafts- und tiergerechter Stallbau modellhaft aussehen kann. Die 49 Studierenden der Fachrichtungen Landwirtschaft, Architektur, Landschaftsarchitektur und Veterinärmedizin arbeiteten hierfür drei Tage lang zusammen. Der Erfolg des Workshops und die positive Wahrnehmung der Ergebnisse ermutigten dazu, das Experiment zu wiederholen. Deshalb fand ein zweiter Workshop zum Thema „Ressource Wasser“ in Kooperation mit dem Westfälischen Institut für Bionik der Westfälischen Hochschule in Bocholt statt. Auch die Ergebnisse dieses Workshops fanden große Resonanz.

Das Regionale 2016-Projekt GrünSchatz stand im Fokus des dritten Workshops: Studierende der Agrarwirtschaft aus Borken setzten sich gemeinsam mit Landschaftsökologie-Studierenden der Universität Münster mit dem Anbau, der energetischen Nutzung und der Akzeptanz der Wildpflanzenmischung auseinander.

Dieses Modell der interdisziplinären Studierendenworkshops wurde anschließend auch von der Fachschule für Agrarwirtschaft Münster-Wolbeck übernommen: Thema war die Entwicklung von Zukunftsbildern und Strategien für eine „Münsterländer Parklandschaft 2.0“. Mit Hilfe der Workshops ist in der Region ein Diskussionsprozess angestoßen worden, der Barrieren abbaut, Raum für neue Ideen gibt und Verständnis im interdisziplinären Austausch mit Fachleuten anderer Disziplinen erzeugt. Eine Erfolgsgeschichte, die über die Regionale 2016 hinaus fortgesetzt wird: Die Fachschule für Agrarwirtschaft Borken wird das Format als „Denklabor Fachschule“, gefördert durch den VLF (Verein landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Borken), fortsetzen.

Projektträger

Landwirtschafts-
kammer NRW
Kreisstellen Borken und
Coesfeld/Recklinghausen

Ansprechpartner

Landwirtschafts-
kammer NRW
Kreisstelle Borken
Dr. Peter Epkenhans
peter.epkenhans(at)lwk.nrw.de

Landwirtschafts-
kammer NRW
Kreisstelle Coesfeld/Recklinghausen
Marianne Lammers
marianne.lammers(at)lwk.nrw.de