BerkelSTADT Coesfeld – Ein Paradigmenwechsel in der Stadtentwicklung

Seit einigen Jahren ist das Thema „Wasser in der Stadt“ vor allem an großen Strömen aktuell. Viele Städte nutzen die Lage am Wasser, um besondere Orte auszubilden und ihre Attraktivität enorm zu steigern. Mitten durch das Stadtzentrum von Coesfeld fließt die Berkel – doch sie ist heute leider kaum wahrnehmbar.

Bis in die 1980er Jahre wurde die Berkel in Coesfeld lediglich als unattraktiver und platzraubender Vorfluter empfunden. Die Folge: Die innerstädtische Berkel (Urbane Berkel) ist heute über weite Strecken überdeckelt, verrohrt und sogar überbaut. An diesen Stellen ist der Verlauf des Flusses heute praktisch nicht mehr erkennbar. Die Stadt Coesfeld will jetzt unter dem Projekttitel „BerkelSTADT Coesfeld“ daran arbeiten, den Fluss in der Innenstadt wieder zugänglich und erlebbar zu machen. Die Uferbereiche der künstlich angelegten Flussbetten "Umflut" und "Fegetasche" (Natur Berkel) sollen zudem naturnah gestaltet und die Durchgängigkeit des Flusses gewährleistet werden.

Aktuell findet in Coesfeld ein Umdenken im Umgang mit der Berkel statt: Man möchte den Fluss zurück in das Stadtbild holen und zu einem identitätsstiftenden Faktor machen. Coesfeld will die ersten wichtigen Schritte zur Lösung dieser langfristigen Stadtentwicklungsaufgabe angehen: Aufbauend auf den Erkenntnissen zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und zur Verbesserung der ökologischen Situation der Berkel im Innenstadtbereich wird konsequent daran gearbeitet, innerstädtische Flächen mittel- bis langfristig für die Stadtentwicklung in Wert zu setzen. Das Konzept soll kontinuierlich mit anderen Städten und Gemeinden entlang der Berkel abgestimmt werden. So wird die BerkelSTADT Coesfeld zum wichtigen Teil einer deutsch-niederländischen Gesamtstrategie für den Fluss.

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Projekt-Bausteine

  • „Arbeitsteilung der Gewässer“: Erforderliche Maßnahmen zur Sicherstellung der Durchgängigkeit des Flusses für den Fischaufstieg und zum Hochwasserschutz werden in parallel verlaufenden Gewässern („Fegetasche“ und „Umflut“) gewährleistet. Für die Berkel in der Innenstadt eröffnet dies große gestalterische Möglichkeiten.
  • Der Fluss als Ganzes: Die Planungen in Coesfeld werden eng verknüpft mit den Überlegungen im Rahmen der „Gesamtperspektive Flusslandschaften“ entlang der gesamten Berkel.
  • Transfer: Wie können andere Kommunen in der Region von den in Coesfeld gewonnenen Erkenntnissen profitieren?

Projektträger und Ansprechpartner

Stadt Coesfeld
Thomas Backes
E-Mail: thomas.backes(at)coesfeld.de
Fon: 02541/939-1111


Ansprechpartner Regionale 2016 Agentur
Daniel Fühner
E-Mail: daniel.fuehner(at)regionale2016.de
Fon: 02863/38398-23

Kurzfassung Projektstudie

Die Kurzfassung der Projektstudie "BerkelSTADT Coesfeld" steht bereit zum Herunterladen.

Anwendungsbeispiel Gesamtperspektive Flusslandschaften

Erfahrungen bei den Projekten "Berkelstadt Coesfeld" und "Grenzüberschreitendes Gewässerkonzept Schlinge / Boven Schlinge". Herunterladen

News zum Projekt