Parklandschaft 2.0

Die weithin bekannte Münsterländer Parklandschaft zeugt von einer kultivierten und kultivierenden Haltung der hier wirtschaftenden Menschen im Umgang mit ihrer Lebensgrundlage. Dabei ging und geht es immer um erfolgreiches Wirtschaften, aber zunehmend auch darum, unterschiedliche, auch neue Ansprüche und Erwartungen an die gemeinsame Umwelt miteinander in Einklang zu bringen.

Der Druck ist groß: Energiewende, wachsende Siedlungen und Gewerbegebiete, aber auch neue Bedürfnisse unserer alternden Gesellschaft und Anforderungen des Natur- und Gewässerschutzes konkurrieren mit der traditionellen landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen. Hieraus resultiert eine besondere Verantwortung der Region für ihre wertvolle Kulturlandschaft sowie im nachhaltigen Umgang damit.

Dieser Verantwortung hat sich die Regionale 2016 gestellt: Projekte wie GrünSchatz, WALDband, 2Stromland oder WasserWegeSTEVER und viele andere mehr haben zum Ziel, den kontinuierlichen Landschaftswandel im Münsterland zu gestalten. Sie tragen mit unterschiedlichen Lösungsansätzen zur Reduzierung von Flächenkonkurrenzen, zum Waldumbau und zum Gewässerschutz, zur Erhaltung der Biodiversität, aber auch zur Schaffung neuer Freizeitangebote und zur Stadtentwicklung bei.

Ein frühzeitiger Dialog- und Planungsprozess aller Landschaftsakteure ist der Schlüssel zum Erfolg: Wenn Landwirte, Wasser-, Boden- und Naturschutzverbände, Fach- und Genehmigungsbehörden aber auch Freizeitvereine und sonstige Landschaftsnutzer von Anfang an und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, können integrierte, qualitätvolle und nachhaltige "Landschaften in Balance" entstehen.

Die Erfahrungen und Erkenntnisse der Landschaftsprojekte der Regionale 2016 für die Zukunft und für die weitere Entwicklung der Münsterländer Parklandschaft auch nach dem Ende des Strukturprogramms verfügbar zu machen, war das Ziel des abschließenden Dialogprozesses "Münsterländer Parklandschaft 2.0". Mehr als ein Jahr lang haben Projektträger, Fachbehörden und Verbände gemeinsam Strategien und Konzepte ausgewertet und Strategien und Leitlinien für den künftigen Umgang mit unserer Kulturlandschaft entwickelt. Der beispielhafte Dialog- und Leitbildprozess zur Münsterländer Parklandschaft der Zukunft, hat deutlich gemacht, wie sich integrierte Gesamtkonzepte für alle Seiten auszahlen.

Hieraus ergibt sich eine gemeinsame Verantwortung aller regionalen Akteure, den Prozess fortzuführen und an den gemeinsam eingeübten Arbeitsweisen und Strategien weiter zu arbeiten. Viele der Regionale 2016-Projekte sind sehr langfristig angelegt und verfügen über die notwendigen nachhaltigen Trägerstrukturen, um die angestoßenen Prozesse dauerhaft fortzuführen. Gleichzeitig sind diese Impulsprojekte beispielhafte Modellräume für weitergehendes, zukunftsfähiges Handeln der Region.

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Download

Hier können Sie die Dokumentation des Arbeitsprozesses Münsterländer Parklandschaft 2.0 herunterladen. [PDF 5,6 MB]